brauchen Informationskompetenz – fürs Lernen und fürs Leben. Diese Website will den Begriff der Informationskompetenz durch aktuelle Kurzberichte mit Leben erfüllen und so zu seiner Verbreitung in Schule und Bibliothek beitragen.
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US-Militärs suchen Hilfe bei Fernsehindustrie
Daten sind wenig wert, wenn man sie nicht auswertet. Ein aktuelles Beispiel ist der nur zufällig gescheiterte Flugzeug-Terrorist aus Nigeria, der seinen Flug nach Detroit aufgrund der über ihn vorhandenen Daten eigentlich nicht hätte antreten dürfen. Ein ähnliches Problem werfen die Videoaufnahmen auf, die unbemannte Flugkörper (Drohnen) seit einiger Zeit verstärkt über Afghanistan und Irak sammeln. Es gibt zwar eine Live-Auswertung durch junge Militäranalytiker, wodurch zum Beispiel feindliche Truppenbewegungen wahrgenommen und an die betroffenen alliierten Einheiten weitergegeben werden. Aber eine gründlichere Untersuchung der Aufzeichnungen macht schon wegen der reinen Datenmenge Mühe.
Wie aus einem Bericht von Christopher Drew in der „New York Times“ (10. Januar 2010) hervorgeht, wenden sich jetzt die Militärs an die Fernsehindustrie, um von deren Verfahren zur ökonomischen Auswertung von Videodaten zu lernen. Es geht darum, Videosequenzen schnell auszutauschen und unterschiedliche Datentypen so sichtbar zu machen, dass sie schneller und einfacher interpretiert werden können. Unter anderem wird ein Verfahren geprüft, mit dem bisher lediglich Aufnahmen von Footballspielen gezielt gesichtet wurden.
Schön wäre, wenn sich die Kontrahenten in Afghanistan und Irak demnächst darauf verständigen könnten, die militärische Auseinandersetzung gleich durch ein Footballspiel zu ersetzen.
Bild: UCAV/URAV: RQ-1 Predator der US Air Force; Quelle: Wikipedia