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Spaß muss sein
Science Slammer unterhalten ihr Publikum mit Wissenschaft
Ein amerikanisches Journalistensprichwort lautet „There are no dull stories, only dull reporters.“ Das heißt im Umkehrschluss: Man kann jeden Sachverhalt interessant darstellen. Dieses Ziel verfolgt eine neue Form des „Slam“, der Science Slam. In unterhaltsamer Form bemühen sich Fachleute, einem bunt gemischten Publikum ihr Lieblingsthema nahezubringen. Wie Burkhard Strassmann in der ZEIT (2010/6) berichtet, hat jetzt im Januar 2010 das erste Berliner Event dieser Art stattgefunden.
Eine „Mathebotschafterin“ versuchte dabei in zehn Minuten zu erklären, was Newtons Gravitationsgesetz und Einsteins Relativitätstheorie miteinander verbindet, wenn man Carl Friedrich Gauß berücksichtigt. Dazu präsentierte sie Äpfel und Bäume und auf einem Ball Dreiecke, deren Winkelsumme nicht 180 Grad beträgt. Ein Ernährungswissenschaftler wollte den Segen der Bohne verständlich machen und setzte dafür neben einem provokanten Titel zahllose Mikroskop-Aufnahmen ein. Und eine ältere Dame legte einen Bibelvers aus und sang und tanzte dabei. Für letztere Leistung gab es den ersten Platz, Blumen, 30 Euro und einen Alex aus Wachs.
Die Berliner sind nicht die ersten Science Slammer. Dem Artikel zufolge gab es Vorläufer in Darmstadt, Braunschweig, Hamburg, Kiel und Bayreuth. Vielleicht findet der Science Slam ja auch in den Schulen Nachahmer. Schüler könnten sich als Slammer betätigen, aber auch als Publikums-Jury den unterhaltsamsten Slammer küren.
Artikel der ZEIT (2010/6)
Website des Berliner Science Slam
Bildquelle: Wikimedia
