brauchen Informationskompetenz – fürs Lernen und fürs Leben. Diese Website will den Begriff der Informationskompetenz durch aktuelle Kurzberichte mit Leben erfüllen und so zu seiner Verbreitung in Schule und Bibliothek beitragen.
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Auch wer nur abschreiben lässt, ist selber schuld
Ein aktueller Skandal aus dem Hochschulmilieu zeigt, dass oft als originelle Eigenleistung daherkommt, was in Wahrheit nur geschickt abgeschrieben ist. Der Darmstädter Rechtsprofessor Axel Wirth soll nach Medienberichten mit seinem Namen gezeichnete Beiträge in einem Rechtskommentar teilweise wörtlich anderswo abgeschrieben haben. Jetzt mit dem Vorwurf konfrontiert, belastet er bzw. der Prüfbericht der Universität einen für den Professor tätigen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Damit kommt zum ersten Skandal der zweite, denn es wird ein Schlaglicht auf die gängige Hochschulpraxis geworfen, dass Hochschullehrer Mitarbeiter wissenschaftliche Arbeiten für sich erledigen lassen, den Ruhm dafür aber selbst verbuchen.
Dabei heißt es in den „Empfehlungen der Kommission ‚Selbstkontrolle in der Wissenschaft’“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis von 1998 in Empfehlung 12 ausdrücklich: „Als Autoren einer wissenschaftlichen Originalveröffentlichung sollen alle diejenigen, aber auch nur diejenigen, firmieren, die zur Konzeption der Studien oder Experimente, zur Erarbeitung, Analyse und Interpretation der Daten und zur Formulierung des Manuskripts selbst wesentlich beigetragen und seiner Veröffentlichung zugestimmt haben, d.h. sie verantwortlich mittragen.“ (zum Text der Empfehlungen)
Was lernen wir daraus? Wenn man schon abschreibt, dann bitte selber – und mit Nennung der Quelle!