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Schluss mit Computerförderung

Manche US-Schulen fahren ihre Laptop-Programme zurück

Viele Schulen in den USA haben im letzten Jahrzehnt viel Geld in die Ausstattung ihrer Schüler mit Laptops gesteckt, in der Hoffnung, damit die Lernergebnisse zu verbessern. Aber offenbar sind die Ergebnisse vielerorts unbefriedigend: Die Schüler nutzen die Computer vor allem zu unterrichtsfremden Zwecken, die Lehrer sind nicht ausreichend geschult, um die Computer sinnvoll einzusetzen, und die vielen technischen Störungen und Pannen verursachen enorme Kosten für Reparaturen und Ersatzanschaffungen.

In einem Artikel zum Thema „Laptop in der Schule“ berichtet die New York Times jetzt darüber, dass ein Schuldistrikt im US-Staat New York beschlossen hat, das Laptop-Förderprogramm auslaufen zu lassen. Der Vorsitzende des Schulausschusses, Mark Lawson, begründet die Entscheidung mit dem fehlenden Nutzeffekt der Computer für die Lernentwicklung. Lehrer hätten sogar berichtet, dass die intensivsten Laptop-Nutzer durch die Computer vor allem vom Lernen abgelenkt würden.

Bei ihrem Besuch in der Liverpool High School, die von der Entscheidung betroffen ist, stellte die NYT-Reporterin Winnie Hu fest, dass die Laptops in einigen Fächern nie wirklich angenommen wurden. Eine Mathematiklehrerin erklärte zum Beispiel die Überlegenheit von Tafel und Kreide sowie programmierbaren und grafikfähigen Taschenrechnern.

Andererseits sind die Laptops auch ohne weitere Finanzspritzen des Schulträgers längst in allen Schultaschen angekommen und ihre Benutzung ist zum gedankenlosen Reflex geworden. Der Lehrer eines 11. Klasse-Geschichtskurses, der Schüler in der Schulbibliothek bei Recherchen zu Hausarbeiten betreute, kämpfte weitgehend erfolglos gegen deren Neigung an, alles mal schnell im Internet nachzugoogeln: Es gebe doch auch Bücher, Zeitungen und Fachzeitschriften. „Die Kunst des selbstständigen Denkens geht verloren […] weil die Leute ein Wort eintippen können, eine Quelle finden und denken, damit ist der Fall erledigt.“