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Meistens stimmt es nicht

Eine wöchentliche Kolumne prüft seit zehn Jahren Informationen auf ihre Richtigkeit

Vieles vermeintliche Wissen hält einer genaueren Prüfung nicht stand. Man kann destilliertes Wasser durchaus trinken, ohne daran gleich zugrunde zu gehen – auch wenn Gesundheitsexperten davon abraten. Aber welche „Volksweisheiten“ und „wissenschaftliche Erkenntnisse“, die einem im Alltagsgespräch oder in den Medien begegnen, haben nun eine solide Grundlage, und welche nicht? Die ZEIT-Kolumne „Stimmt’s?“ von Christoph Drösser geht seit 1997 dieser Frage nach, inzwischen zum 500. Mal.

Anlässlich des runden Jubiläums wirft jetzt der Kolumnist einen Blick zurück. Anreger für die Serie seien Diskussionsforen im noch jungen Internet gewesen, in denen wissenschaftliche Legenden akribisch auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht wurden. Man habe daraus eine zwölfteilige Serie machen wollen. Aber dann sei eine Welle von Leserfragen über die ZEIT hereingebrochen, und man habe einfach weitergemacht.

Auch jetzt kommen nach Auskunft Drössers immer noch etwa 1000 Fragen pro Jahr. Einige liegen schon lange unbeantwortet auf Drössers Schreibtisch, weil er sie selbst noch nicht hat klären können. Auch nach zehn Jahren habe er zum Beispiel noch keine befriedigende Antwort auf die Frage, ob Hunde die Angst des Menschen riechen können.

Interessant an der Erfolgsgeschichte von „Stimmt’s?“ ist neben der Lebensdauer der Weg der Idee durch die Medien. Es begann mit Internet-Foren, mündete in eine Wochenzeitungs-Kolumne, und seit geraumer Zeit gibt es „Stimmt’s?“ auch in Buchform. Im Rowohlt-Verlag sind bisher vier »Stimmt’s?«-Sammelbände sowie ein Kinderbuch mit „Stimmt’s?“-Fragen erschienen. Was der Prüfung (auf sachliche Richtigkeit und Popularität) standhält, kann man schließlich gedruckt und gebunden nach Hause tragen…