Zeitung gegen Internet?
Junge Mediennutzer haben kein einheitliches Profil
Die Allensbacher Computer- und Technikanalyse (Acta) 2007 zeigt, dass die junge Generation das Internet mehr als die ältere nutzt – keine wirkliche Überraschung. Auch dass in der Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren inzwischen etwa 30 Prozent keine Zeitung mehr lesen, war zu erwarten. Rund 37 Prozent dieser Altersgruppe nennen jetzt das Internet als wichtigste Informationsquelle.
Aber die pauschalen Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte, denn es gibt auch eine große Gruppe junger Leute, die Zeitung und Internet gleichermaßen intensiv nutzen. In dieser Gruppe ist die Wertschätzung für Bildung und Wissen besonders groß. 73 Prozent derjenigen Unter-30-Jährigen, die Zeitungsleser und intensive Internetnutzer sind, legen Wert auf gute, vielseitige Bildung, während Nichtnutzer des Internet nur zu 44 Prozent diese Wertorientierung aufweisen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass eine Reihe von Zeitschriften und Zeitungen sowohl in der Druckfassung als auch in der Online-Ausgabe gut nachgefragt werden. Wie der Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über Acta 2007 (FAZ, 22.10.2007, S. 23) hervorhebt, gelingt es offenbar den Wirtschaftszeitungen besonders gut, in beiden Medien Zuspruch zu finden, während der „Stern“ im Internet viel weniger Resonanz als gedruckt findet.
