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Schüler
Suche
Falsch macht nichts
Yahoo veröffentlicht häufigste Tippfehler
Schüler lernen dank Internet genau zu lesen und orthographisch richtig zu schreiben, denn sonst werden sie bei der Recherche nicht fündig. Das ist ein beliebtes pädagogisches Argument für die Nutzung von Suchmaschinen statt unhandlicher gedruckter Enzyklopädien. Ein falsches Argument, denn auch mit falsch getippten Suchbegriffen kommt man ans Ziel. Das zeigt der Blick auf die Anfang Dezember 2008 von Yahoo Deutschland veröffentlichte Liste der häufigsten Tippfehler im Internet.
Zwar sind fünf der zehn falsch getippten Suchwörter Eigennamen: Tschibo (statt Tchibo), Ebey (statt Ebay), Goggel (statt Google), Buschido (statt Bushido) und Üpsilanti (statt Ypsilanti). Aber die anderen fünf gehören zum deutschen Wortschatz: Medallienspiegel (statt Medaillenspiegel), Rutenplaner (statt Routenplaner), Suchmaschiene (statt Suchmaschine), Immobielien (statt Immobilien) und Onlein Spiele (statt Online Spiele). Und mit diesen falsch eingegebenen Suchbegriffen kommt man ebenso gut zu passenden Webadressen wie mit den richtig geschriebenen Varianten. Wir haben die Probe mit der Suchmaschine Google (nicht: Goggel) gemacht.
Bei vier der fünf Wörter besteht bei Google immerhin eine Chance, die richtige Schreibung dazuzulernen, denn es wird mit der korrekten Schreibweise nachgefragt: „Meinten Sie Medaillenspiegel/Routenplaner/Suchmaschine/online Spiele?“, auch wenn gleichzeitig die Ergebnisse für die Suche mit dem richtig geschriebenen Wort angezeigt werden. „Immobielien“ aber werden sogar unkommentiert entgegengenommen, und es gibt offenbar tatsächlich mehrere Websites mit der falschen Schreibung im Namen. Das Internet nimmt den Pädagogen also doch nicht die Arbeit ab, den Schülern Rechtschreibung beizubringen.
Zur Presseinformation von Yahoo Deutschland
Foto: Andreas Müller

Falsche Sicherheit
Google wird den Benutzer meistens auf den wahrscheinlichen Rechtschreibfehler hinweisen, ohne ihm die Treffer vorzuenthalten (Was ich übrigens für das absolut richtige Verhalten einer Internetsuchmaschine halte;)), aber bei Adressen, die man direkt in der Adresszeile eintippt, klappt das nicht so gut: Wer sich da Rechtschreibfehler oder Tippfehler erlaubt, landet leicht auf der Seite von Trittbrettfahrern, die etwa Zugangsdaten von leichtsinnigen Internetnutzern ergaunern möchten. Denkbar wäre etwa ein täuschend echtes Formular auf www.deutshce-bank.de, dessen Daten in Realität aber direkt in der Datenbank von Kriminellen landen.
Wenn das nicht ein Argument zum richtig schreiben ist:)
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