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Die fünf heißen Leseförder-Themen 2009

25 Experten geben ihr Urteil ab

Lesen ist eine Schlüsselkompetenz für den informationskompetenten Schüler, und deshalb ist Leseförderung eine zentrale Aufgabe von Lehrkräften und Bibliothekaren. Welche Bereiche der Leseförderung finden zurzeit das größte Interesse unter Fachleuten und in der Öffentlichkeit? Diese Frage beantwortet die Expertenumfrage „What’s hot for 2009“, die „Reading Today“, die Mitgliederzeitung der International Reading Association“, in ihrer Nummer von Februar/März 2009 veröffentlicht.

Nach dem Urteil der 25 Forscher, Lehrer und Bildungsverwalter vor allem aus den USA sind die fünf „heißesten“ Themen im Bereich der Leseförderung die Lesekompetenz bei Jugendlichen, die Zielgruppe der Lerner mit Migrationshintergrund (Nicht-Muttersprachler), landesweite und internationale Vergleichstests (high-stakes assessment), spezialisierte Lesetrainer in Schulen sowie maßgeschneiderte Gruppen- und Einzelförderung (Response to Intervention=RTI).

Die ersten drei Themen rangieren auch hierzulande weit oben auf der Liste der Prioritäten. Vergleichsuntersuchungen wie PISA haben in Deutschland wie in den USA das Bewusstsein für fehlende Lesekompetenz bei Jugendlichen ebenso gestärkt wie die Nachfrage nach solchen Vergleichsuntersuchungen selbst, und die sich verbreitenden frühen Sprachfördermaßnahmen zeigen das hiesige Bemühen um die Zielgruppe der Lerner mit Migrationshintergrund.

Dagegen sind Lesetrainer in Schulen und schulorganisatorisch flexible Lösungen bei Lernern mit Leseschwierigkeiten in Deutschland weniger sichtbare Themen, jedenfalls in der breiten Öffentlichkeit. Aber vielleicht lohnt es sich, diese Themen ebenfalls verstärkt in den Blick zu nehmen und so von den einschlägigen Erfahrungen und Debatten in der angelsächsischen Forschung und Praxis zu profitieren.

Zum Artikel in „Reading Today“

Bildquelle: Wikipedia (Englisch)