brauchen Informationskompetenz – fürs Lernen und fürs Leben. Diese Website will den Begriff der Informationskompetenz durch aktuelle Kurzberichte mit Leben erfüllen und so zu seiner Verbreitung in Schule und Bibliothek beitragen.
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Wissen über Bildungslektüre ist oft nur vorgetäuscht
Goethe, Schiller, Lessing – wer gibt schon gern zu, dass er diese Autoren nur vom Hörensagen kennt. Eine anlässlich des britischen World Book Day am 5. März 2009 durchgeführte Umfrage in Großbritannien hat ergeben, dass das Flunkern über Bildungslektüre zumindest dort eine weit verbreitete Praxis ist. Nur ein Drittel von 1342 Befragten meinte, nie die Unwahrheit über eigene Textkenntnisse gesagt zu haben, zwei Drittel bekennen sich schuldig.
Am häufigsten wird George Orwells Anti-Utopie „1984“ als Titel genannt, dessen Lektüre man sich zu Unrecht gerühmt habe. Es folgen Leo Tolstois „Krieg und Frieden“, „Ulysses“ von James Joyce und – die Bibel. Andererseits gibt es Bücher, die man tatsächlich gelesen hat, ohne je ein Wort darüber zu verlieren. Echte Lieblingsbücher sind derselben Umfrage zufolge die Harry-Potter-Romane von J. K. Rowling und die Justizkrimis von John Grisham.
Der Sprecher des National Literacy Trust bewertet die Umfrageergebnisse positiv. Man könne daraus den kulturellen Wert ablesen, der dem Lesen beigemessen werde.
Quelle: Artikel von Mark Brown in The Guardian, 5. März 2009
Bild: Cover der britischen Erstausgabe von „1984“
Quelle: Wikipedia