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Blickverengung

Das e-Buch hat einen gravierenden Wettbewerbsnachteil

Seitdem das iPhone und das Kindle auf dem Markt sind, ist der Wettstreit zwischen dem gedruckten und dem elektronischen Text als Lesestoff neu ausgebrochen. Aber noch ist völlig offen, wer gewinnt. Ein gravierender Nachteil des elektronisch dargebotenen Lesestoffs wird jetzt in einem Artikel von Randall Stross in der New York Times (5. September 2009) angesprochen, der sich auf die Angebote der Lehrbuchverlage bezieht.

Die Firma CourseSmart, die von fünf Lehrbuchverlagen gegründet wurde, bietet in ihrem Katalog über 7000 elektronische Lehrbücher an. Das Problem ist jedoch die zur Verfügung stehende Bildschirmfläche. Beim iPhone wird naturgemäß nur ein Bruchteil der Lehrbuch-Doppelseite lesbar angezeigt, und der Leser verbringt viel Zeit mit Scrollen und Zoomen, bis er zum gesuchten Inhalt vorgedrungen ist. Aber auch Lesegeräte wie der Kindle oder ein Laptop reichen nicht an das Flächenangebot einer konventionellen Lehrbuch-Doppelseite heran. Ein Vertreter der Firma CourseSmart berichtet stolz über Hunderttausende von Erstabonnenten von elektronischen Lehrbüchern. Er will aber nicht verraten, wie viele davon ihr Abonnement nach den ersten Erfahrungen verlängert haben.

Quelle: Artikel in New York Times, 5. September 2009

Bild: iPhone; Quelle: Wikipedia