brauchen Informationskompetenz – fürs Lernen und fürs Leben. Diese Website will den Begriff der Informationskompetenz durch aktuelle Kurzberichte mit Leben erfüllen und so zu seiner Verbreitung in Schule und Bibliothek beitragen.
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Hirnforscher nennt Stützen für Textverständlichkeit
Textverstehen hängt nicht nur von der Konzentrationsfähigkeit und dem Vorwissen des Lesers, sondern auch von Eigenschaften des Textes ab. Das betont der Hirnforscher Ernst Pöppel in einem Gespräch, das die Welt am Sonntag am 28. März 2010 veröffentlicht hat. Ein Text, der eine Geschichte erzählt und deshalb zusammenhängende Bilder im Kopf erzeugt, wird leichter verstanden als ein wissenschaftlicher Text, bei dem ein solches mentales Modell nicht entsteht.
Schon die optische Darbietung des Textes kann Pöppel zufolge dem Verstehen entgegenkommen oder es behindern. Am besten werden wegen der begrenzten Blickspanne und Aufnahmefähigkeit des Lesers Texte verstanden, die in Spalten gesetzt sind, statt sich über lange Zeilen zu verteilen. Bilder können eine Hilfe nur dann sein, wenn sie den Textinhalt unterstützen. Für Schulbücher seien Fotos nicht unbedingt die besten Bilder, da sie Nähe und Emotionalität herstellen, aber nicht die Abstraktionsfähigkeit stärken, auf die es der Schulunterricht zumeist abgesehen hat.
Wer also möchte, dass sein informativer Text gut verstanden wird, sollte nach der Logik des Hirnforschers vorzugsweise eine Geschichte erzählen, seinen Text in Spalten setzen und den Inhalt unter anderem durch einfache Grafiken verdeutlichen.
Bild: Seite 1:191 aus Diderots Encyclopédie (zweispaltig!)
Quelle: Wikipedia
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