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Spickzettel machen informationskompetent

Aber mogeln sollte man trotzdem nicht

Wer als Schüler Angst hat, bei der Klassenarbeit zu versagen, der macht sich einen Spickzettel. Dazu muss er zumeist aus einem Text (zum Beispiel im Lehrbuch) wesentliche Informationen entnehmen und in prägnanter Form festhalten. Der Spickzettel ist deshalb ein ideales Trainingsmittel für Informationskompetenz und zugleich eine gute Form der Vorbereitung auf eine Leistungsüberprüfung. Daran erinnern verschiedene Medien (darunter die FAZ vom 29./30. Mai 2010, S. C 1) aus Anlass der Spickzettel-Ausstellung „Bloß nicht erwischen lassen!“ vom 3. Juni bis 5. September 2010 im Museum für Kommunikation Frankfurt.

Die Spickzettelsammlung des Deutschen Schulmuseums Nürnberg mit ihren mehr als 2000 Exponaten bildet die Grundlage für die Wanderausstellung, die ihrerseits über 1000 Spickzettel aus fast 100 Jahren Schulgeschichte umfasst. Der Leiter des Deutschen Schulmuseums, Mathias Rösch, vermutet dem FAZ-Artikel zufolge, dass ab der neunten Klasse bis zu 30 Prozent der Schüler mit großem Aufwand solche Zettel anfertigen. Das Phänomen sei international, was die Ausstellung selbst ebenso veranschaulicht. Die Lernforscher sehen neben der kognitiven Leistung von Verstehen und Verknappen beim Spicken auch die Fantasie am Werke – beim Verstecken der handlichen Helfer vor den Kontrollblicken der Lehrer.

Zum Bericht auf der Website des Museums für Kommunikation

Bild: Mathe-Spicker 11. Klasse, Peter-Vischer-Schule Nürnberg 1966, © Sammlung Günter F. Hessenauer / Schulgeschichtliche Sammlung Nürnberg; Quelle: Pressefotos des Museums für Kommunikation

Stimmt

Kann ich aus meiner Studienzeit bestätigen. Bei einigen Klausuren durfte man genau eine DINA4-Seite beliebig beschriftet mitnehmen. Erstaunlich, wie klein einige meiner Kommilitonen schreiben konnten. Letztendlich brauchte man den Zettel dann eher selten, aber ihn zusammenzustellen war bereits eine gute Übung.

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