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brauchen Informationskompetenz – fürs Lernen und fürs Leben. Diese Website will den Begriff der Informationskompetenz durch aktuelle Kurzberichte mit Leben erfüllen und so zu seiner Verbreitung in Schule und Bibliothek beitragen.

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Durch Training zum Experten

Wer an sich arbeitet, kann es in jedem Bereich zum Spitzenkönner bringen

Die regelmäßig auflebende Debatte über den relativen Rang von Begabung und Anstrengung für den Lernerfolg bekommt durch die Expertise-Forschung neue Impulse. Wie der „Scientific American“ in seiner August-Ausgabe berichtet, ist die besondere Sachkompetenz von Experten vor allem das Ergebnis von Motivation und systematischem Training. (Philip E. Ross: The Expert Mind, The Scientific American, August 2006, S. 46-53)

In so unterschiedlichen Bereichen wie Schach, Medizin, Sport und Musik haben dem Artikel zufolge wissenschaftliche Studien gezeigt, dass auch die vermeintlichen Naturtalente ihre herausragenden Leistungen vor allem hartnäckiger „Arbeit an sich selbst“ verdanken, also der Fähigkeit, ihre besondere Expertise durch Übung und Selbstkorrektur zu verbreitern und zu vertiefen. Zu dieser Experten-Lernfähigkeit gehöre die Neigung, Probleme anzugehen, die knapp jenseits der bisher erreichten Kompetenz liegen.

Es bleibt zu prüfen, welche Konsequenzen sich für die Organisation schulischen Lernens aus den Ergebnissen der Expertise-Forschung ableiten lassen. Kann sich die Schule neben der Pflege der Allgemeinbildung dem Ziel verschreiben, jeden Lerner zu einem Experten in einem selbst gewählten Fachgebiet heranreifen zu lassen? Und ist der Begriff der Informationskompetenz womöglich geeignet, die Entwicklung vom Laien zum Experten zumindest teilweise zu erfassen?