brauchen Informationskompetenz – fürs Lernen und fürs Leben. Diese Website will den Begriff der Informationskompetenz durch aktuelle Kurzberichte mit Leben erfüllen und so zu seiner Verbreitung in Schule und Bibliothek beitragen.
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Historiker werfen Medien fahrlässigen Umgang mit Bilddokumenten vor
„GeschichtsBilder“ waren das Thema des Historikertags vom 19. bis 22. September 2006 in Konstanz. Dabei ging es einerseits um die Rolle von Bildern bei der „Produktion“ und Vermittlung von Geschichte und andererseits um die Gesamtsicht der Geschichte, die dabei entsteht, also um das Geschichtsbild im weiteren Sinne. In der Programmausschreibung wird die Spannung zwischen der Geschichte als Fachwissenschaft und anderen Geschichtsproduzenten (Kino, Fernsehen, Internet) ausdrücklich angesprochen, wobei der kritische Ansatz der Konkurrenz gegenüber in dem Hinweis auf die „Interessen der Macher“ zu erkennen ist. Das mediale Echo greift diesen Konkurrenzaspekt vorrangig auf und spricht insbesondere historische Fernsehdokumentationen als Gegenstand fachwissenschaftlicher Polemik an. Bezogen auf Bilder von Eva Braun auf dem Obersalzberg sei bei einer Podiumsdiskussion sogar der Vorwurf der visuellen Geschichts-Pornografie erhoben worden.
Die Macht und Allgegenwart der Medien ist auch für das Geschichtsbild von Schülern zu beachten, denn zum Aufbau ihres Geschichtsbildes tragen diese wahrscheinlich weit mehr als die wenigen Stunden Geschichtsunterricht bei, die sich zumindest im Prinzip auf die Fachwissenschaft stützen. Schulung der Informationskompetenz bedeutet im Fach Geschichte deshalb die Vermittlung von Sorgfalt in allen Phasen des Umgangs mit dem Bild: bei der Suche nach Bild-Dokumenten, der Prüfung ihrer Authentizität und Relevanz, ihrer Integration in den eigenen Wissensbestand (das persönliche Geschichtsbild) und ihrem Gebrauch bei der Darstellung von historischen Zusammenhängen anderen gegenüber.